Investitionen für Qualität !

Am 23.09.2019 unterzeichnete der Freistaat Bayern das „Gute-Kita-Gesetz“ und erhält damit rund 861.000.000 Euro vom Bund. Davon sollen ca. 60% in die Reduzierung des Elternbeitrages fließen. Nur der Rest wird für eine Verbesserung der Betreuungsqualität eingesetzt.

Laut einer wissenschaftlichen Studie werden -trotz Rechtsanspruch nach § 23 Abs. 2 SGB VIII- nur rund 75% aller Sachkosten in Kindertagespflege durch die Behörden erstattet. Folglich muss an den Ausgaben gespart werden. Das ist mit dem aktuellen Qualitätsanspruch von Eltern und Behörden nicht vereinbar!

Bei knapp jeder vierten Tagespflegeperson finden überhaupt keine (!) Hausbesuche statt. Das hat eine kleine Umfrage ergeben. Wie will man denn die Einhaltung der Gesetze und der Qualitätsstandards sicherstellen?

Derzeit gibt es in Bayern keine verbindlich festgelegte Mindestqualifizierung! Es ist auch kein einheitliches Abschlusszertifikat vorgeschrieben, das die erfolgreiche Ausbildung/Qualifizierung belegen könnte.

32% aller Tagespflegepersonen in Bayern haben eine Grundqualifizierung von weniger als 160 UE. Das ist der schlechteste Wert aller Bundesländer.

Ziel #3

Wir wollen zunächst sicherstellen, dass der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz erfüllt und gleichzeitig die Qualität drastisch erhöht wird:

Investitionen in Grund- und Weiterqualifizierung sowie einheitliche und verpflichtende Mindestvorgaben sind dringend nötig.

Die angefallenen Sachkosten sind entsprechend dem SGB VIII vollständig zu erstatten.